Start Internetsicherheit News Internetsicherheit Das Ausmaß der Datensammlung von iOS und Android

Das Ausmaß der Datensammlung von iOS und Android

Das Smartphones Daten produzieren, auch wenn sie sich nur in der Kleidung betragen ist hinlänglich bekannt. Ein Standort ist nur eine Information, die ständig übermittelt wird. Darüber hinaus greifen Apps auch auf persönliche Daten auf dem Smartphone zu, zwar werden Nutzer vorab gefragt, aber oftmals wird das in Kauf genommen, auch wenn wir analog dazu wahrscheinlich niemanden Fremden unsere Bilder zeigen würden.

Was bis vor Kurzem noch unbekannt war, war das Ausmaß der Sammlung, von sowohl Apps für Android als auch iOS Geräte. Das hat sich jetzt verändert. Wenig überraschend ist das Ausmaß hoch. In der Studie, die von Jinyan Zang und Kollegen vom MIT und der Carnegie Mellon Universität durchgeführt wurde, wurden 100 beliebte Apps und auf ihre Neigung Daten zu sniffen und diese an Dritte weiterzugeben, getestet.

Nutzer werden nicht gefragt, ob die Daten weitergegeben werden

Ihre Ergebnisse zeigten, dass Android Apps besonders gerne persönliche Daten weitergeben. Dafür sind iOS Apps besser darin, Standort Daten zu übermitteln. Auch wenn es hier Unterschiede gibt, eines haben beide gemeinsam, und zwar, dass Sie Nutzer nicht fragen, bevor sie die Daten weitergeben. Ein Umstand, der natürlich nicht hinzunehmen ist.

93 % der Android Apps haben sich mit der safemovedm.com Domain verbunden. im Whois finden sich keine detaillierten Auskünfte über den Inhaber dieser Domain. Demnach ist es schwer einzuschätzen, wohin die Daten gehen. iOS Apps leiten die Daten gerne an Yahoo!, natürlich Apple und exacttargetapis.com weiter. Auch bei dieser Webseite ergab die Whois Abfrage keinen Klarnamen.

Im Durchschnitt bekommen 3 Parteien die Daten

Im Durchschnitt teilt Android sensible Informationen mit 3,1 Parteien und Apple mit 2,6 Parteien. Das klingt zunächst nicht viel, allerdings betreffen diese Ergebnisse vor allem Apps, die Zugang zu persönlichen Daten haben, wie sie zum Beispiel bei Fitness Apps eingegeben werden.

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Im Detail geben 73 % der getesteten Android Apps und 16 Prozent der getesteten iOS Apps, den Namen und die E-Mail Adresse weiter. Ein umgekehrtes Bild ergibt sich bei der Weitergabe von Standort Informationen. 47 % der getesteten iOS Apps und 16 Prozent der getesteten Android Apps geben den Standort weiter. Bei Apps aus dem medizinischen, gesundheitlichen oder dem Fitness Bereich gaben drei von 30 der getesteten Apps, Suchanfragen und eingegebene Informationen an Dritte weiter.

Was machen Apps?

Dabei scheinen Facebook und Google die Empfänger zu sein, die am ehesten für Daten von Android Apps infrage kommen. Vor allem die Apps Map My Walk, Glide und Text Free sind freizügig im Umgang mit Ihren Daten. Bei den iOS Apps waren es Nike+ Running, Map My Run und Fruit Ninja.

Apps

Dieser Ergebnisse allein sind schon schlimm genug. Darüber hinaus zeigen sie aber, dass sich Webseiten und Apps nichts tun, wenn es um die Weitergabe der Daten geht. Tim Libert von der Universität in Pennsylvania hat erst vor Kurzem herausgefunden, dass 90 Prozent der getesteten Webseiten Daten an Dritte weitergeben, ohne Nutzer davon in Kenntnis zu setzen. Diese Daten haben bewiesen, dass die Befürchtungen real sind und mehr als nur ein Produkt von vermeintlichen unhaltbaren Thesen, die in der Datensammlung enden.

 

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