Start Internetsicherheit News Internetsicherheit Geoblocking nicht gerechtfertigt? Egal wie die EU-Kommissare entscheiden – VPN hilft

Geoblocking nicht gerechtfertigt? Egal wie die EU-Kommissare entscheiden – VPN hilft

EU-Kommissar gegen „ungerechtfertigtes Geoblocking“

 

Ein Abonnement bei einem Streaming Service ist eine nützliche Sache: Für ein paar Euro im Monat erhält man ständigen Zugriff auf eine weite Bibliothek an Inhalten die man dann gemütlich von verschiedensten Geräten in zahlreichen Sprachen konsumieren kann. Befindet man sich jedoch ein paar Tage im Ausland, dann kommt oft die böse Überraschung: Die Lieblingsserie steht am Aufenthaltsort nicht zum Streaming bereit, der Film den man sich im am weißen Sandstrand bei Kokosmilch und Limonade ansehen wollte ist im Zielland nicht lizenziert. In solchen Fällen von sogenanntem „Geoblocking“ blieb vielen Konsumenten bisher nur das Zurückstecken und Warten auf die Rückkehr nach Hause bevor man sich die nächste Episode der heißgeliebten Sendung zu Gemüte führen konnte. Andere hingegen nahmen ihren digitalen Aufenthaltsort selbst in die Hand und bedienten sich eines VPN Zugriffes um regionsspezifische Speeren zum Umgehen. Wenn es nach EU Kommisar Günther Oettinger geht soll das beides der Vergangenheit angehören. Ab 2017 soll Schluss sein mit Geoblocking auf Inhalten die man im Heimatland bezahlt hat.

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Grenzüberschreitende Portabilität

 

Ein am 9. Dezember 2015 durch die EU Kommission beschlossener Verordnungsentwurf könnte dem generellem Sperren von Inhalten außerhalb der Regionen für welche sie bestimmt sind ein Ende bereiten. Laut der Verordnung sollen EU Bürger künftig in der Lage sein auf alle ihre bezahlten Inhalte und Abonnements in der gesamten EU Zugriff zu haben, auch in Ländern in welchen die Lizenz zu welchen der Inhalt erworben wurde nicht gilt. So soll ein in Deutschland erworbenes Netflix Abonnement auch in Rumänien genauso gelten wie im Ursprungsland, und einem Nutzer von Sky Bundesliga soll es auch in Belgien gegeben seien, sich die neuesten Spiele anzusehen. Dies gelte für Inhalte wie Musik, Videos, E-Books und Spiele. Es gehe hierbei um die Einhaltung vertraglich erworbener Rechte und um das Erreichen eines digitalen Binnenmarktes innerhalb der EU. Es gelte diese Idee der „grenzüberschreitenden Portabilität“ nicht für Sender wie ARD und ZDF, die laut Oettinger „keine Vertragsrechte“ ausgeben, sonder lediglich eine öffentliche Aufgabe wahrnehmen.Die Verordnung soll nur dann wirksam sein, wenn es sich um einen temporären Aufenthalt außerhalb des Heimatlandes handelt; Personen die in ein anderes EU Land umziehen seien davon ausgeschlossen. Gleichzeitig betont Oettinger auch, dass geistiges Eingentum besser geschützt werden müsse und sagt dem „zur Piraterie tendierendem Zeitgeist“ den Kampf an. Zugangsanbieter sollen für Verstöße gegen das Urheberrecht die durch ihre Dienstleistungen möglich wurden zur Verantwortung gezogen werden.

 Freigabe

Durchführbarkeit?

Bei der Frage inwiefern sich Oettingers Vorstellungen durchführen lassen scheiden sich die Geister. Der EU Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft selbst verteidigt den Entwurf als „entscheidungsreif“, lediglich das Gesamtpaket müsste noch verbessert werden. Vertreter der Filmindustrie sehen das jedoch anders und befürchten, dass die Verordnung den eigenen Geschäftsplänen der Anbieter im Weg stehen und möglicherweise sogar neue Schlupflöcher für die Online Piraterie öffnen könnten. So könnte das Fehlen von allgemeinem Geoblocking missbraucht werden, um einen Inhalt zu günstigeren Preisen aus einem wirtschaftsschwachen EU Land zu beziehen.

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Mein Name ist Dennis Klahn und arbeite seit meines Studiums im Bereich der Internet Security. Schwerpunkt meiner Arbeit ist es meinen Kunden einen optimalen Rund um Schutz vor allem Gefahren der IT Welt zu bieten. Ich verfasse zum Thema Internetzschutz und Datenschutz etliche Artikel, um neben dem Geschäftlichen Sektor auch Privat Anbieter vor lauernden Gefahren im Alltag zu warnen und zu schützen.

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